Franziskanerkirche

Die Franziskanerkirche befindet sich in der Sigmund-Haffner-Gasse in Salzburg, direkt an der Ecke zur Franziskanerkirche und damit in Nachbarschaft zur Residenz. Der Ursprung der heutigen Franziskanerkirche ist unklar, liegt aber vermutlich in der Zeit des Heiligen Virgil. Der Heilige könnte die Franziskanerkirche sogar persönlich für Taufen verwendet haben. Die ältesten schriftlichen Zeugnisse für die Franziskanerkirche datieren auf das Jahr 1139, beziehen sich allerdings auf eine Pfarrkirche. Diese Kirche wurde jedoch im Jahr 1167 durch ein Feuer zerstört.

Das Hauptschiff der heutigen Kirche wurde im spät-romanischen Stil im frühen 13. Jahrhundert gebaut. Das macht die Franziskanerkirche zu einer der ältesten noch bestehenden Kirchen in Salzburg (und Österreich). Dem Haupttor sieht man das nicht an: Es wurde 1700 barockisiert und stört das Gebäude empfindlich. Rechts vom Hauptportal findet man eine Hand, die wie zum Schwur erhoben ist.

Portal & Interieurs der Franziskanerkirche

Dazu gibt es zwei Geschichten: Laut einer davon bezieht sich die Hand auf einen Eid, den der Baumeister nach der Fertigstellung geschworen haben soll - er wollte nie wieder ein Tor von vergleichbarer Schönheit bauen. Die andere Geschichte ist weniger originell, aber wohl eher an der Wahrheit - die Schwurhand bezieht sich auf den Kirchenschutz, den Verfolgte beanspruchen konnten, solange sie sich in der Kirche aufhielten.

Die Interieurs der Franziskanerkirche sind großteils gotisch. Der Hauptaltar ist dagegen barock und wurde vom berühmten Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach entworfen. Er fällt in eine Phase der Barockisierung, die schon im frühen 17. Jahrhundert begann. Damals wurden Bögen und Chöre mit Seitenkapellen gefüllt und üppig ausgestaltet. Obwohl alle Kapellen zu selben Zeit gebaut wurden, fällt ihre individuelle Gestaltung auf.

Die erste davon ist die Karl-Borromäus-Kapelle links vom Hauptaltar. Sie wurde von Fürst Erzbischof Markus Sittikus gespendet. Daneben sehen Sie die Geburt-Christi-Kapelle und die Rochuskapelle mit prächtigen, linearen Stuckarbeiten. Sie wurde im Jahr 1625 erbaut und dem Pestheiligen gewidmet, um Salzburg gegen die Pest zu wappnen.

Kapellen der Franziskanerkirche

Die fünfte Kapelle der Franziskanerkirche ist die Dreifaltigkeitskapelle. Sie ist doppelt so lange wie die übrigen Kapellen und enthält einen bemerkenswerten Altar aus dem Jahr 1561. Ursprünglich befand sich dieser Altar im Salzburger Dom. Die letzten beiden Kapellen sind die Annakapelle und die Franziskuskapelle. Letztere hat einen ungewöhnlichen, orangen Hintergrund und wurde von Fürst Erzbischof Johann Ernst Thun im Jahre 1690 gespendet.

Die Gemälde in der Franziskuskapelle stellen Szenen aus dem Leben des Heiligen Franz von Assisi dar und wurden von Johann Michael Rottmayer gemalt, dem berühmten Barockmaler. Die Engelstatuen und Stuckarbeiten stammen aus der Hand von Ottavio Mosto.

Franziskanerkirche ist mit dem Franziskanerkloster über einen Bogen verbunden, der sich über die Gasse zwischen den beiden Gebäuden erstreckt. Das Seitentor auf die Gasse ist mit spät-romanischen Verzierungen ausgestaltet, die Jesus Christus, den Heiligen Petrus und den Heiligen Rupert darstellen.

Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten

Links

http://www.kirchen.net/franziskanerkirche/
Website der Franziskanerkirche Salzburg

http://de.wikipedia.org/wiki/Franziskanerkirche_%28Salzburg%29
Franziskanerkirche Salzburg auf Wikipedia

zurück zu "Sehenswürdigkeiten"



Visit-Salzburg.net