Fußballstadion Salzburg (Red Bull Arena)

In den späten 1990er Jahren entstand in der Stadt Salzburg einigermaßen viel Streit über die Frage, ob - und wenn ja, wo und wann - ein neues Fußballstadion gebaut werden soll. Zuerst sah es so aus, als ob die Gegner des Projekts würden mit ihrer Kampagne Erfolg haben. Dann aber entdeckte Landespolitiker, dass sie aus dem Streit Kapital (in Form von Wählerstimmen) schlagen konnten und erteilten schnell alle notwendigen Baugenehmigungen für das Stadion. Panem et circenses, eben.

Im Jahr 2003 wurde das neue Stadion von Salzburg fertig gestellt, eingerichtet und eröffnet. Und zwar zwischen dem Rokokoschloss Klessheim und dem Europark, dem größten Einkaufszentrum Salzburgs. Europark, Autobahn und eine Fabrik hatten zu diesem Zeitpunkt das Barockidyll um Klessheim schon lange zerstört, weshalb das Argument mit dem Landschaftsschutz gegen das Stadion nicht so wirklich ziehen wollte. Ursprünglich war Klessheim durch eine optische Achse samt Allee mit dem Stadtteil Mülln verbunden gewesen. Heute sieht man eben den Europark, und das auch nur über die Autobahn hinweg.

Anschluss des Stadions an das Verkehrsnetz

Das neue Fußballstadion bot 2003 Platz für 18.000 Leute. Nicht genug für die Fußball Europameisterschaft der UEFA, die 2008 in Salzburg stattfinden sollte. Daher wurde das neue Stadion gleich noch einmal erweitert und bot nun Platz für immerhin 30.400 Besucher. Zusätzlich erhielt das Stadion eine eigene Autobahnabfahrt, eine Busspur und eine Haltestelle für S-Bahnen.

Da immer noch kritisiert wurde, dass das Stadion ein Störfaktor für Klessheim sei, wurde ein Großteil des Gebäudes unter die Erde verlegt. Von außen sieht das Stadion viel kleiner und vor allem niedriger aus, als es tatsächlich ist. Die Fläche erstreckt sich insgesamt über 180 mal 160 Meter, gespielt wird auf Kunstrasen.

Der örtliche Fußballverein wird von Red Bull gesponsert und heißt dementsprechend auch "Red Bull Salzbug". Nach der Eröffnung des neuen Stadions war es eine Weile lang trendig, ins Stadion zu gehen - nicht nur für Fußballfans, sondern auch für gewöhnliche Neureiche. Das verdankt das Stadion vor allem Didi Mateschitz′ Faible für amerikanischen Showfirlefanz wie Cheerleader und Pausenshows. Und nachdem Salzburg die Neureichen nie ausgehen werden, wurde das ein großer Erfolg.

Das alte Fußballstadion stand übrigens im heruntergekommenen Stadtteil Lehen. Nach dem Fußball-Höhepunkt der EM 2008 hat sich die Begeisterung für den Sport und seine Auswüchse im Salzburger Stadion wieder etwas gelegt. Fußballspiele besuchen heute wieder eher Fans als "Stadiongeher". Und die Kritik am Gebäude ist eigentlich auch völlig verstummt.

Moderne Architektur in Salzburg

Links

http://www.redbullsalzburg.com/
Salzburg Arena online

http://de.wikipedia.org/wiki/Red_Bull_Arena_%28Wals-Siezenheim%29
Red Bull Arena Salzburg auf Wikipedia

zurück zu "Sehenswürdigkeiten"



Visit-Salzburg.net