Haydn Museum Salzburg

Michael? Hieß der nicht Joseph Haydn? Korrekt, der berühmte Vater der Wiener Klassik war Josph Haydn. Relativ wenige Menschen kennen dagegen seinen Bruder Michael Haydn, der ebenfalls Komponist war - und zu Lebzeiten durchaus vergleichbar erfolgreich. Er war etablierter Künstler am Stift St. Peter und verbrachte den Großteil seiner Karriere in Salzburg. Im Stift finden Sie heute noch ein kleines Museum, das an den "kleinen" Haydn erinnert (der übrigens in der Stiftskirche bestattet ist). Mit etwa 160 Ausstellungsstücken wird hier das Leben von Michael Haydn dokumentiert.

Besucher sollten die interessanten Unterschiede in den Biographien von Haydn und Mozart beachten: Während Haydn effektiv Ausländer war, versagte Mozart darin, sich in Salzburg eine gesicherte Position zu erarbeiten. Haydn beendete seine Karriere mit einem gut bezahlten Posten in Salzburg, während Mozart nach Wien und Prag ziehen musste.

Das Haydn Museum ist klein und auf keinen Fall eines der populärsten Museen der Stadt. Wer sich für barocke und klassische Musik interessiert, der wird hier dennoch auf seine Kosten kommen. Ein musikalisches Leitmotiv ist für eine Stadtbesichtigung kein Fehler, und ein Bruch mit der allgegenwärtigen Mozart-Manie genauso wenig. Haydns Opus umfasste 37 Messen, 43 Symphonien, 19 Opern und andere Kompositionen. Besucher des Museums können Hörbeispiele genießen.

Die Öffnungszeiten des Haydn Museums sind aber verhältnismäßig beschränkt; zwischen Juli und September ist es jeden Nachmittag und nach den "5 Uhr Konzerten" geöffnet; im Frühsommer und Herbst sind die Öffnungszeiten sogar noch kürzer. Der Eintrittspreis ist mit 2 Euro ein Schnäppchen.

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