Kajetanerplatz & Schanzlgasse

Der Kajetanerplatz ist ein freundlicher Platz, der von mittelalterlichen Häusern gesäumt im südlichen Bereich der Altstadt von Salzburg liegt. Benannt ist er nach der Kajetanerkirche, einem barocken Kirchenbau; ihr gegenüber liegt das Landesgerichtsgebäude. Die Pfeiffergasse und die Kaigasse führen direkt zum Kajetanerplatz, der oft zum Kaigassenviertel gezählt wird. Offiziell befindet sich der Kajetanerplatz aber schon im Stadtteil Nonntal.

Die kleine Gasse, die in das "richtige" Nonntal führt, ist die Schanzlgasse. Am Haus in der Schanzlgasse 5 finden Sie eine Gedenktafel, die auf Alexander von Humboldt verweist. Er hat hier im Jahr 1797 einige Zeit verbracht, um eine seiner Reisen vorzubereiten. Gerüchten zufolge soll er über Salzburg gesagt haben, dass es neben Konstantinopel und Neapel eine der drei schönsten Städten der Welt sei. Als sich vor einigen Jahren ein Historiker die Mühe machte, dieses Zitat bis zu seiner Quelle zu verfolgen, musste er im späten 19. Jahrhundert aufgeben - just zu der Zeit, als der Tourismus für Salzburg massiv an Bedeutung gewann. Es ist also gut möglich, dass Humboldt diese Worte aus propagandistischen Motiven in den Mund gelegt wurden. Gesichert ist dagegen der Aufenthalt Humboldts in diesem Haus, das seit dem 14. Jahrhundert ein Gasthaus ist und noch immer dieser Funktion dient. Es ist aber nur eines von vielen mittelalterlichen Bürgerhäusern am Kajetanerplatz.

Der Name "Schanzlgasse" bezieht sich auf eine kleine Bastei, die her unter der Herrschaft von Fürst Erzbischof Paris Lodron im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Reste dieser Bastei können Sie noch heute direkt hinter dem Gasthaus in der Schanzlgasse 5 sehen. Darüber hinaus gibt es recht wenig über den Kajetanerplatz zu sagen. Der Großteil davon dient heute als Parkplatz.

Es gibt einen modernen Brunnen im Zentrum des Platzes, der daran erinnern soll, dass hier über Jahrhunderte Märkte abgehalten wurden. Ursprünglich diente der Platz übrigens als Garten für die Klostergemeinschaft der Kajetaner; das Kloster ging später in die Hand der Barmherzigen Brüder über, die hier noch heute ein Krankenhaus betreiben. Der Garten wurde unter der Herrschaft von Fürst Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau zu einer Piazza im italienischen Stil entwickelt.

Links

Links folgen demnächst

zurück zu "Sehenswürdigkeiten"



Visit-Salzburg.net