Makartsteg

Der Makartsteg ist eine Brücke über die Salzach in der Salzburger Altstadt. Sie wurde nach dem eigentlich ziemlich unbedeutenden Künstler Hans Makart benannt, der in Salzburg geboren wurde und hier auch aufwuchs. Als Maler etablierte er sich im Wiener Historismus, passend in der Hauptstadt, wo er viele sehr üppige Gemälde für die Umgestaltung der Ringstraßengebäude beisteuerte. Der Makartsteg steht nur Fußgängern und Radfahrern offen.

Der heutige Makartsteg ist die jüngste und modernste Brücke über die Salzach, allerdings schon die dritte Brücke dieses Namens. Die erste wurde 1905 im Jugendstil hier erbaut, allerdings 1967 wieder eingerissen, als eine größere Konstruktion nötig geworden war. Dieser zweite Makartsteg wurde als "Schwingbrücke" bekannt, da sie relativ stark vibrierte.

Das Redaktionsteam von Visit-Salzburg.net besteht vor allem aus Leuten, die als Kinder den Makartsteg noch mit großem Vergnügen begingen; die starken Vibrationen und Schwingungen sind aber eher auf Schwächen bei der Konstruktion und Planung zurückzuführen als auf gewünschte Effekte. Und mit etwa 20.000 Personen, die täglich über den Makartsteg gingen, war auch die zweite Brücke bald in einem schlechten Zustand. Im Jahr 2000 wurde sie abgetragen.

Ein Jahr später wurde der heutige Makartsteg mit einem großen Fest samt Feuerwerk über der Salzach eröffnet. Live Musik entlang der Salzach in einer warmen Juninacht sorge dafür, dass die Salzburger die neue Brücke sofort ins Herz schlossen. Etwa 25.000 Besucher wohnten der Eröffnung bei.

Auf einer Seite des Makartsteges sehen Sie übrigens die Anlegestelle der Amadeus, des Touristenbootes das etwa zur gleichen Zeit dort erstmals vor Anker ging. Kurz vor der Eröffnung der Brücke gab es übrigens den Vorschlag, den Steg nach dem Physiker Christian Doppler zu benennen, der 1803 unweit des Steges geboren wurde. Doppler war Jahrzehntelang quasi vergessen gewesen und wurde von Salzburg erst in den späten 1990ern wiederentdeckt. Neben einem Krankenhaus wurde auch eine Schule und eine Süßigkeit aus dem Hause Fürst nach ihm benannt. Die Stadtverwaltung entschied sich dennoch, den viel weniger bedeutenden Hans Makart als Namensgeber beizubehalten.

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