Schloss Mönchstein

Schloss Mönchstein ist ein kleines Schloss auf einer Klippe am Mönchsberg in Salzburg. Es liegt an sehr exponierter Lage und eines der "herausragendsten" Gebäude in Sachen Sichtbarkeit in der Stadt Salzburg. Man kann Schloss Mönchstein von den meisten Orten der Altstadt sehen. Das pfirsichfarbene Gebäude wirkt allerdings wie ein historistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert. Tatsächlich geht das Gebäude auf eine mittelalterliche Burg zurück. Seit vielen Jahren wird Schloss Mönchstein als Luxushotel betrieben.

Spätere Namen vom Schloss Mönchstein sind Tetelheimer Turm, Mönchsteinturm und Leitner Villa. Das erste Gebäude an dieser Stelle, das nachgewiesen werden kann, wurde hier im 13. Jahrhundert errichtet. Es wurde nach der Familie Tetelheimer vom Waginger See im heutigen Bayern benannt.

Die Familie Fröschlheimer besaß den Turm und große Ländereien von 1419 bis 1565. Es wurde danach an einen gewissen Wolf Windisch verkauft, einen wohlhabenden Einheimischen. Der Großteil des nördlichen Teils des Mönchsbergs wurde als Windischberg bekannt (konkret der Abschnitt zwischen Bürgerwehr und Augustinerkloster Mülln). Letzteres Kloster war einer von vielen Eigentümern von Schloss Mönchstein, das 1654 an die Universität Salzburg verkauft wurde. Die Universität nutzte das Schloss als Wohnsitz für Professoren. Die Kapelle des Schlosses lässt sich für das Jahr 1541 nachweisen, sie wurde 1661 erweitert. Durch die Säkularisierung Salzburgs im frühen 19. Jahrhundert verlor die Hochschule ihren Status als Volluniversität und den Großteil ihrer Besitzungen.

Das schloss auch Schloss Mönchstein mit ein, das 1813 verkauft wurde. Erst an einen hochrangigen bayrischen Beamten, später an einen Einheimischen aus Salzburg und dann wieder im Jahr 1887 an den Bankier Karl Leitner. Letzterer beauftragte den damaligen Salzburger Stararchitekten Jakob Ceconi damit, das Gebäude umzubauen. Leitners Witwe verkaufte Schloss Mönchstein dann an Bela Veith, wiederum einen hochrangigen Beamten (diesmal rumänischer Art); und zwar im Jahr 1917. Der neue Besitzer ließ das Gebäude nochmals mehrfach umbauen, ehe es seine heutige Gestalt angenommen hat.

Die Söhne von Bela Veith begannen, Schloss Mönchstein als Hotel zu betreiben. Allerdings mit wenig Erfolg: Von Anfang an kämpfte das Unternehmen mit wirtschaftlichen Problemen und mussten schon ab den 1950er Jahren mehrfach Investoren mit an Board nehmen. Als Treffpunkt für die Reichen und Schönen war Hotel Schloss Mönchsberg dennoch sehr beliebt, vor allem zur Zeit der Salzburger Festspiele.

Jüngere Renovierungen und bauliche Veränderungen wurden 1965 durchgeführt und noch einmal im Jahr 2009. Damals wurde ein neuer Wintergarten vom Architekten Volker Burgstaller errichtet (der auch für den Hangar-7 beim Flughafen verantwortlich zeichnete). Hotel Schloss Mönchstein ist keine Touristenattraktion an sich und steht auch nur Gästen des Hotels offen.

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