Mozartplatz

Was heute als Mozartplatz bekannt ist entstand erst relativ spät im Herzen der Altstadt: Eröffnet wurde der Platz von Fürst Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, der dafür extra einige Bürgerhäuser demolieren ließ. Der Platz ist somit erst seit dem frühen 17. Jahrhundert ein solcher.

Der Blickfang am Mozartplatz ist die Statue für Salzburgs berühmtesten Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart. Errichtet wurde sie von Ludwig Schwanthaler und eröffnet im Beisein von Mozarts beiden Söhne im Jahr 1842. Seine Witwe Konstanze Nissen war ein halbes Jahr zuvor in einem Haus auf diesem Platz verstorben und am Sebastiansfriedhof beigesetzt worden. 1842 war ein schwieriges Jahr für Salzburg, das die Säkularisierung und den damit verbunden Verlust seiner Unabhängigkeit zwar schon einigermaßen überwunden hatte, nicht aber den wirtschaftlichen Niedergang durch das Versiegen mehrerer Bergwerke im Süden.

Motive für das Mozartdenkmal

Das Denkmal sollte Salzburgs Image als Musik- und Kulturstadt bestärken. Es gab allerdings Streitigkeiten darüber, welchen Platz in Salzburg man nach Mozart benennen sollte - die Alternative wäre der Hannibalplatz gewesen, der später in Markatplatz umbenannt werden sollte. Der heutige Mozartplatz hieß damals noch nach der Michaelerkirche "Michaelerplatz". Ein barocker Brunnen, der den Engel Michael trug, musste abgetragen werden - hohe Kosten entstanden der wirtschaftlich angeschlagenen Stadt.

Zum Glück war Bayerns König Ludwig I. ein leidenschaftlicher Verehrer Mozarts und Salzburgs. Er lebte sogar eine Zeit lang im Schloss Leopoldskron, nachdem er 1848 abdanken musste. Ludwig spendete eine große Summe für die Errichtung des Denkmals. Eigentlich hätte es schon 1841 eröffnet werden sollen, doch die Bauarbeiter entdeckten ein römisches Mosaik unter dem Platz und dem barocken Brunnen. Das verzögerte die Bauarbeiten.

Das Mosaik ist heute noch freigelegt und kann neben dem Denkmal betrachtet werden. Eine Inschrift ist klar lesbar, der Segensspruch "hic habitat (felicitas), nihil intret mali" (Hier lebt das Glück/die Freude, nichts Böses trete ein". Dieser Segensspruch war übrigens häufig im Eingangsbereich römischer Bordelle angebracht. Unweit vom Mozartplatz finden Sie den Waagplatz mit dem Schaffnerhaus; es beherbergt die Trakl-Gedenkstätte für den expressionistischen Dichter.

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Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Mozartplatz_%28Salzburg%29
Mozartplatz Salzburg auf Wikipedia

http://www.salzburg.info/de/
Tourismuswerbung Salzburg über den Mozartplatz

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