Mülln

Mülln ist ein Stadtteil von Salzburg und bildet den nördlichsten Teil der Altstadt, Mülln ist damit zumindest in seinen historischen Bereichen auch UNESCO Weltkulturerbe. Der Name des Stadtteils leitet sich von "Mühle" ab und bezieht sich auf die vielen Mühlen, die hier seit dem Mittelalter mit der Wasserkraft des Almkanals betrieben wurden. In Mülln befinden sich auch die ältesten Abschnitte des Almkanals, die wohl auf das 8. Jahrhundert zurückgehen. Mülln war die erste Vorstadt Salzburgs und befand sich außerhalb der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Stadtteil wurde 709 erstmals urkundlich erwähnt; die fünf Stadttore, die Mülln einst hatte, wurden teilweise schon vor der zweiten Stadtbefestigung von 1480 erbaut.

Heute leben in Mülln nur etwa 1.000 Menschen, der Stadtteil ist damit der kleinste Abschnitt in der Altstadt. Spürbar ist das unter anderem an dem dörflichen Charakter, den Mülln trotz seiner zentralen Lage an mehreren Ecken aufweist. Touristen kommen vor allem für zwei Attraktionen in diese Gegend: Wegen der barocken Müllner Stadtpfarrkirche und wegen des Müllner Bräus, dem größten Biergarten Österreichs, im ehemaligen Augustinerkloster. Hinter der Stadtpfarrkirche befinden sich einige alte Basteien der Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert, vor allem die Müllner Schanze. Hier können Sie sehr gut den Mönchsberg betreten und in Richtung Festung wandern.

Eine einzige Mühle hat in Mülln überlebt: Betrieben wird ihr Rad noch vom Almkanal, ist aber abgedeckt und nicht sehr spannend. Sie befindet sich im Bärengässchen, abseits vom Leprosenhaus. Das Kloster der Barmherzigen Schwestern betreibt sie, zu diesem Kloster gehört auch eine kleine Kirche aus dem späten 19. Jahrhundert. Diese Nachbarschaft heißt auch "Inneres Mülln" und ist durch die hohe Dichte an mittelalterlichen Gebäuden leicht erkennbar. Sie setzen sich an der Müllner Hauptstraße fort, wo der starke Verkehr das Spaziervergnügen allerdings etwas trübt.

Das "Äußere Mülln" ist durch das sehr große Landeskrankenhaus Salzburg charakterisiert. In seinem Herzen finden Sie die barocke Stiftung des Hauses, dem alten St.-Johanns-Spital, samt Krankenhauskirche von Johann Bernhard Fischer von Erlach. Auf der anderen Seite des Krankenhauses liegt der Aiglhof, darüber hinaus entwickelte sich Mülln erst seit dem 19. oder gar 20. Jahrhundert in eine Wohngegend.

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