Palais Rehlingen (Antretterhaus) am Mozartplatz

Touristen konzentrieren sich bei einem Besuch auf dem Mozartplatz meistens auf das Mozartdenkmal in seinem Zentrum, sowie auf die Neue Residenz mit dem Salzburg Museum. Dabei ignorieren sie leider zu oft ein anderes bemerkenswertes Haus direkt gegenüber der Neuen Residenz: Das Antretterhaus oder Palais Rehlingen, ein ausgedehntes Stadtpalais mit der Hausnummer Mozartplatz 4.

Es ist durch einen abgeschiedenen Innenhof segmentiert und wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in seine heutige Form gebracht. Das Palais Rehlingen enthält Arkaden und zwei Höfe. Es sieht von außen jünger aus, als es tatsächlich ist; das liegt an der Rokokofassade aus dem Jahr 1760. Die Familie von Rehlingen benutzte das Palais bis 1765 als Wohnsitz. Dann kaufte es der hohe Beamte Johann Ernst von Antretter.

Die Familie Antretter war durch die Position des Familienoberhauptes mit vielen Menschen am Salzburger Hof gut verbunden. Unter anderem war sie mit der Familie von Leopold Mozart gut befreundet, dem Kapellmeister des Fürst Erzbischofs und Vater von Wolfgang Amadeus Mozart. Letzterer diente mit einem der Antretter-Söhne im selben Schützenregiment und eine Tochter der Antretters war eine Musikschülerin von Mozarts Schwester Nannerl. Die Antretters bezahlten Mozart auch für die Komposition einer Serenade (Antretter-Serenade, KV 185).

Ein interessantes Detail am Palais Rehlingen ist die Kapelle, die vom von Außen nur von Seiten des Rudolfskais sehen kann. Sie steht in einem der Innenhöfe und hat einen kleinen Turm mit Zwiebelhaube. Das Antretterhaus/Palais Rehlingen ist Privateigentum und beherbergt mehrere Firmen und Anwaltskanzleien. Teile davon sind während der Geschäftszeiten damit öffentlich zugänglich, aber keine Touristenattraktion im eigentlichen Sinne. Beachten Sie auch das nahe Trakl Geburtshaus am Waagplatz, ebenfalls ein bemerkenswertes Bürgerhaus.

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