Robinighof

Der Robinighof ist ein Rococoschloss und zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Salzburg, die selbst Einheimische of nicht kennen. Das ist schade, immerhin zählt er zu den bemerkenswertesten Profanbauten des Spätbarock / Rokoko, die Salzburg zu bieten hat. Es handelt sich um ein bemerkenswert gut erhaltenes und schön ausgestaltetes Anwesen im Stadtteil Schallmoos.

Dieser Stadtteil ist vor allem als kommerzielles Gebiet mit ein bisschen Industrie, aber vor allem viel Verkehr bekannt. Sicher keine Ecke, in der man barocke Juwelen wie den Robinighof erwarten würde. Das Anwesen befindet sich aber etwas abgesetzt in einer Allee (die übrigens einige der ältesten Bäume der Mozartstadt beinhaltet). Die umfassende Hässlichkeit von Schallmoos wird hier schnell vergessen.

Das Wort "Moos" bezieht sich übrigens auf einen Sumpf oder ein Moor; in diesem Fall wurden die Moose unter der Herrschaft von Fürst Erzbischof Paris Lodron im 17. Jahrhundert über Drainagen trocken gelegt. Damit wurde das Land urbar und schon bald landwirtschaftlich genutzt. Der Robinighof wurde erstmals 1648 urkundlich erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt gehörte der Robinighof dem Salzburger Domkapitel, hieß aber noch anders. Erst 1744 kaufte Joseph Robinig das Anwesen, das seither seinen Namen trägt.

Das ursprüngliche Gebäude wurde 1750 in seine heutige Form gebracht. Der verantwortliche Architekt hieß Franz Danreiter, er legte besonderes Augenmerk auf die Fassadengestaltung. Sie weist sehr filigrane Stuckarbeiten auf. Ein Garten um den Robinighof und die erwähnte Allee sind die Reste eines einst großzügigen Parks.

Wenn Sie die Frontfassade des Robinighofes betrachten, dann sehen Sie über dem Eingang das Familienwappen der Robinig-Ainser. Die Kinder der Familie Robinig waren eng mit Wolfgang Amadeus Mozart befreundet, der viel Zeit in diesem Gebäude verbrachte. Im Jahr 1785 beauftragte der Händler Georg Josef Robinig einen Maler mit der Erschaffung klassizistischer Fresken. Davon abgesehen ist der Rokokocharakter des Robinighofes ungetrübt erhalten geblieben.

2007 wurde das Anwesen renoviert, seither erstrahlt es in altem Glanz. Gleich um die Ecke finden Sie die Rumänisch-Orthodoxe Kirche von Salzburg, ein Holzgebäude, das ebenfalls 2007 entstand und bis 2010 ausgebaut wurde. Der Robinighof ist in Privatbesitz und nicht offen für Besichtigungen; die Fassade ist aber direkt der Straße zugewandt und rechtfertigt einen Spaziergang.

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