Schloss Mirabell

Das barocke Schloss Mirabell wurde ursprünglich als "Schloss Altenau" unter der Herrschaft von Fürst Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau erbaut. Das war im Jahr 1606. Das Schloss entstand als Geschenk für Salome Alt, die Konkubine des Erzbischofs und Mutter seiner Kinder. Schloss Mirabell ist bekannt für seine Gärten, die in einem eigenen Artikel besprochen werden.

Der Nachfolger und Widersacher Wolf Dietrichs, Fürst Erzbischof Markus Sittikus benannte das Gebäude in Schloss Mirabell um. Fürst Erzbischof Franz Anton Harrach ließ das Gebäude in weiten Bereichen schleifen und nach Plänen von Johann Lukas von Hildebrandt zwischen 1721 und 1727 neu errichten.

Durch den großen Stadtbrand von 1818 wurde Schloss Mirabell schwer beschädigt und nach Plänen von Peter Nobile in den folgenden Jahren wieder aufgebaut. Der vormals dominante Turm am Ostflügel des Schlosses wurde zerstört und die Fassade in Klassizistischem Stil erneuert.

Mirabellschwemme & Donnerstiege

Die Mirabellschwemme, ein Brunnen für Pferde, der zu dem Schlossensemble gehörte, wurde 1823 abgetragen. Der Pegasus, die Einhörner und Löwen, die heute im Mirabellgarten stehen, waren ursprünglich Teil der Mirabellschwemme. Seit 1866 ist Schloss Mirabell im Eigentum der Stadt Salzburg. Seit 1947 ist es auch Sitz der Stadtregierung und somit das Salzburger Rathaus; bis dahin residierten Bürgermeister und Stadträte im Alten Rathaus am Kranzlmarkt.

Der Westflügel des Schlosses beinhaltet den eindrucksvollsten Hof und eine prunkvoll gestaltete Fassade. Die Mitteltreppe von Schloss Mirabell war schon Teil des Schlosses Altenau von Fürst Erzbischof Wolf Dietrich. Das Erdgeschoß ist im Stil eines rustikalen Barocks gehalten, was spätere Bauherren im Wesentlichen unverändert ließen. Die hochbarocke Gestaltung wird erst im ersten Stock offenbar: Dort findet man etwa die marmorne Donnerstiege, gestaltet vom berühmten Wiener Barockbildhauer G. R. Donner. Sie wurde von ihm im Jahre 1726 gestaltet. Ein dazu passendes Fresco war 1723 von B. Altomonte und G. Fanti gemalt worden; es fiel aber beim Stadtbrand den Flammen zum Opfer und ist nicht erhalten.

Trauungssaal & Kapelle im Schloss Mirabell

Die Donnerstiege gilt als barockes Juwel und besticht durch besonders üppige Formen und Farben. Sie führt zum Marmorsaal, der ebenfalls ein Beispiel für einen überbordenden Hochbarock ist, den man ansonsten im eher frühbarocken Salzburg nur selten findet. Im Marmorsaal finden heute Trauungen statt; das Standesamt Salzburg schleust hier jährlich Tausende Paare in den Hafen der Ehe ein. Abends finden hier dann Konzerte statt; schon Wolfgang Amadeus Mozart hat hier gespielt. Die Konzerte konzentrieren sich demnach auch vor allem auf bekannte Mozart-Stücke, die Zielgruppe sind vor allem Touristen.

Die Decke war einst mit einem Rottmayer Fresko gestaltet, doch auch dieses Kunstwerk wurde 1818 vom Feuer zerstört. Die übrigen Dekoration, wie etwa die Marmorstatuen, blieben großteils erhalten. Auch die Stuckarbeiten konnten nach dem Brand wieder in der ursprünglichen Form rekonstruiert werden. Der Marmorsaal erstreckt sich über zwei Stockwerke des Schlosses.

Im Südteil von Schloss Mirabell ist die Schlosskapelle untergebracht. Sie wurde 1818 komplett zerstört und musste rekonstruiert werden. Sie ist ein relativ schlichter Hallenbau mit einer runden Apsis und einem Deckengewölbe. Der Altar ist wohl das älteste Einrichtungsstück der Schlosskapelle, er stammt aus dem Jahr 1722 und wird von Statuen der Heiligen Augustinus, Rupert, Virgil und Martin flankiert. Die Schlosskapelle Mirabell wird heute interkonfessionell genutzt und ist unter anderem "Stammsitz" der Altkatholischen Gemeinde von Salzburg.

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Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mirabell
Schloss Mirabell auf Wikipedia

http://www.weihnachtsmarkt-salzburg.at/
Weihnachtsmarkt beim Schloss Mirabell

http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Schloss_Mirabell
Schloss Mirabell auf SalzburgWiki

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