Vogelsangschlössl

Das Vogelsangschlössl ist ein kleines Anwesen im Süden des Stadtteils Parsch. Dieser Stadtteil gilt als einer der exklusivsten in der Stadt, Sie finden hier eine sehr teure Wohngegend. Das dürfte schon eine Weile so sein, denn das Vogelsangschlössl ist nicht der einzige herrschaftliche Ansitz in dieser Gegend (beachten Sie beispielsweise auch das nahe gelegene Schloss Flederbach).

Das Vogelsangschlössl lässt sich im 16. Jahrhundert erstmals nachweisen. Dieses ursprüngliche Gebäude dürfte im 17. Jahrhundert zu einem Lustschloss ausgebaut worden sein. Der Name bezieht sich auf die Weiden der Umgebung, in denen im Herbst Singvögel gefangen wurden, um sie über den Winter in Käfigen zu halten. Dies war ein weit verbreiteter Brauch. Die wichtigste Weide wurde 1570 erstmals erwähnt und erstreckte sich auf das Gebiet zwischen Gaisberg und Kapuzinerberg. Auch andere Haus- und Flurnamen beziehen sich darauf - zum Beispiel die Vogelweiderstraße.

Das Vogelsangschlössl gehörte dem Fürst Erzbischof und hatte Wasserspiele wie Hellbrunn oder der Petersbrunnhof (allerdings viel kleinere). Im späten 18. Jahrhundert bewohnte die Familie Daubrawa von Daubraweik das Schloss. Wolfgang Amadeus Mozart war ein regelmäßiger Besucher des Vogelsangschössls in dieser Zeit - was aber nicht so besonders ist, immerhin war er ein umtriebiger Mensch, der vielen Häusern in ganz Europa seine Aufwartung machte. Zum Beispiel auch dem nahen Robinighof. Heute ist das Vogelsangschlössl noch immer Privateigentum und steht Besuchern nicht offen.

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