Waagplatz

Der Waagplatz liegt im mittelalterlichen Zentrum der Salzburger Altstadt. Sie finden den Platz am Ende der Judengasse; er verbindet selbige mit dem Mozartplatz. Der Waagplatz war auch als Heumarkt bekannt. Nach 1430 wurde er vor allem als Marktplatz für Brot verwendet. Im Spätmittelalter befand sich hier dann die Stadtwaage, die als Grundlage für Gewichtsmessungen eine Referenz darstellte. Genau gesagt befand sie sich im Haus Waagplatz 3, dem ältesten Gerichtsgebäude Salzburgs. Dieses Gebäude ist heute aber nicht mehr erhalten, das heute hier befindliche Haus entstand im 17. Jahrhundert.

Der Waagplatz ist als Ensemble interessant, einige Häuser verdienen aber besondere Aufmerksamkeit. Beachten Sie zum Beispiel das Gebäude am Waagplatz 1. Es ist ebenfalls ein ehemaliges Gerichtsgebäude, hier wurde zwischen 1328 und 1407 geurteilt. Während dieser Zeit wurden Todesurteile auch direkt vor diesem Haus vollstreckt. 1635 brannte das Gebäude aber ab und wurde in Folge stark abgewandelt. Im Jahr 1928 dekorierte Karl Reisenbichler das Haus mit dem monumentalen Gemälde "Aussaat und Ente".

Beachten Sie auch das Schafferhaus auf Waagplatz 1a und 2. Es ist ein sehr schönes Beispiel für Bürgerhäuser aus dem 16. Jahrhundert und bekannt für seinen schönen Arkadenhof, aber auch für den expressionistischen Dichter Georg Trakl, der hier geboren wurde. Das jüngste von 13 Kindern kam 1887 zur Welt. Heute wird in der Wohnung seiner Eltern ein Archiv mit einem kleinen Museum betrieben. Besuchern der Stadt Salzburg empfehlen wir Trakls Gedichte wärmstens als Reiselektüre.

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