Lungau

Der Begriff Lungau beschreibt umgangssprachlich und historisch den Bezirk Tamsweg im Bundesland Salzburg. Der Lungau ist der abgelegenste Teil Salzburgs, man findet ihn etwa 100 Kilometer süd-östlich der Landeshauptstadt. Der Lungau besteht aus etwa 15 Gemeinden, von denen stolze 14 auf einer Höhe von mehr als 1000 Metern über dem Meeresniveau gelegen sind. Der Großteil des Lungaus ist sehr ländlich und besticht durch landschaftliche Schönheit, mehr als 60 Bergseen, zahlreiche Almen und Berghütten und relativ wenigen Menschen. Gerade mal 20.000 Einwohner nennen den Lungau ihr Zuhause.

Der Sommertourismus ist für den Lungau weniger wichtig als für andere Regionen Salzburgs. Die Tourismusbranche, die für den Lungau von größter Bedeutung ist, macht den Löwenanteil ihrer Umsätze im Winter. Orte wie Obertauern (das der Lungau mit dem angrenzenden Pongau teilt) gehören zu den beliebtesten Wintersportorten Österreichs. Während der Sommersaison ist Wandern im Lungau populär.

In Sachen Sehenswürdigkeiten sollten Sie sich Schloss Moosham nicht entgehen lassen, einst der Hof des lokalen Lehnsherren, heute ein Privatmuseum. In dem Dorf Ramingstein sollten Sie auf die Burg Finstergrün achten, eine "Fälschung" aus dem 19. Jahrhundert, als mittelalterliche Burganlagen gerade in waren. Nicht weit von Ramingstein finden Sie außerdem aufgelassene Silberbergwerke, die heute als Schaubergwerk geführt werden. Zwei Burgruinen können Sie in Thurnschall nahe Lessach finden, die Ruine Klausenegg in Seetal.

Am wichtigsten von allen Burgen ist jedoch die Burg Mauterndorf, eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Burg, die später zur regionalen Absteige für den Fürst Erzbischof ausgebaut wurde (der Landesherr ließ sich aber nie blicken). Später gehörte Burg Mauterndorf Herrmann Göring, ehe sie nach dem Krieg zu einem Museum wurde.

Geographisch gesehen gehört der Lungau zum Murtal und seinen Seitenzweigen. Das Murtal läuft dann in die Steiermark weiter. Kulturell war der Lungau aber stärker von Kärnten aus beeinflusst, was man noch heute an den Lungauer Dialekten erkennt. Besiedelt war der Lungau aber auch schon zu römischen Zeiten, wie man an manchen Kirchen oder Meilensteinen noch ablesen kann. Erst seit dem 6. Jahrhundert wanderten hier slawische Stämme ein, die viele Spuren hinterließen, ehe sie unter bayrische Herrschaft fielen.

Das Mittelalter war eine Phase wirtschaftlicher Erfolge für den Lungau, dessen Bergbauregionen zu überregional bedeutenden Rohstofflieferanten wurden. Silber, Gold und andere Erze wurden hier bis ins 19. Jahrhundert gewonnen. Es folgte ein gravierender wirtschaftlicher Niedergang, der auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nie komplett rückgängig gemacht werden konnte. Der Skitourismus entwickelte sich in Pinzgau und Pongau viel schneller, als im Lungau und bis heute hinkt die Region anderen Gebieten Salzburgs hinterher.

Die Tauernautobahn, die 1976 eröffnet wurde, verbindet den Lungau mit anderen Regionen Salzburgs. Bekannt ist der Lungau für sein lebendiges Brauchtum das von den kleinen Dorfgemeinschaften gepflegt wird.

Der Lungau hat 15 Gemeinden, von denen drei Marktgemeinden sind (Mauterndorf, Tamsweg, St. Michael); die übrigen sind Dörfer.

Gemeinden: Göriach - Lessach - Mariapfarr - Mauterndorf - Muhr - Ramingstein - St. Andrä im Lungau - St. Margarethen im Lungau - St. Michael im Lungau - Tamsweg - Thomatal - Tweng - Unternberg - Weißpriach - Zederhaus

Links

http://de.wikipedia.org/wiki/Lungau
Wikipedia über den Lungau

http://salzburg.gv.at/lungau
Land Salzburg über den Lungau

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